historie

Gegründet wurde das Weingut im Jahre 1849 von Franz Peter Buhl (1809-1862). Es entstand aus einer Erbteilung des Jordan´schen Weingutes in die drei kleinere Weingüter Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard (heute Weingut von Winning).
Unter Weinkennern entwickelte sich der Name Buhl innerhalb kürzester Zeit zu einem Qualitätsversprechen. So schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy nach seinem Besuch bei Franz Peter Buhl an einen Freund: "Aber wer nicht bei Buhl war, der weiß nicht, was Forster Riesling hernieden ist."
Als Mitglied des bayrischen Parlaments (1855 bis zu seinem Tode) kämpfte Franz Peter Buhl sehr engagiert für die Interessen der deutschen Winzer.
Unter der Leitung seines Sohnes, Franz Armand Buhl (1837-1896), wurde VON BUHL noch erfolgreicher und erlangte durch die Beschickung von Kongressen und Weltausstellungen auch internationalen Ruhm für seine Pfälzer Rieslinge. Auszeichnungen wie
• Die Goldene Medaille Paris 1867
• Die große Medaille von Philadelphia 1876
• Grand Prix Paris 1900
• Grand Prix St. Louis 1904
• Grand Prix Brüssel 1910
zeugen von dieser äußerst erfolgreichen Ära des Weingutes, in der die Buhl'schen Weine zu den teuersten Weinen der Welt gehörten. Selbst zur Eröffnung des Suez-Kanals 1869 wurde mit einem Buhl’schen Riesling angestoßen.
Reichskanzler Otto von Bismarck fand in Armand Buhl, Vizekanzler des deutschen Reichstags, nach eigenem Bekunden einen „persönlicher Freund und Mitstreiter“ und war selbst ein großer Liebhaber von Buhl Weinen. Mit seinem Ausspruch "dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer" machte Otto von Bismarck die Weinlage Forster Ungeheuer weltberühmt. Die kleine Gewanne Ungeheuer, der die „ungeheuer“ guten Rieslinge entstammten, ist die exklusivste Parzelle der heute 29 Hektar umfassenden klassifizierten Lage Forster Ungeheuer und bis heute im Besitz von Reichsrat von Buhl. Das von Buhl’sche Ungeheuer war schon immer etwas Besonderes.
Als dem führenden Experten und Mitglied der Winzervereinigung verdanken wir Armand das Gesetz gegen Einfuhr ausländischer Rebstöcke (1873), mit dem die Gefahr der Reblaus, die in den deutschen Weinbergen bereits immense Schäden angerichtet hatte, gebannt werden konnte. Er beeinflusste mehr als alle anderen das Deutsche Weingesetz von 1892, mit dem es gelang die Qualität deutscher Weine zu sichern. Für seine großen Verdienste bei der deutschen Sozialgesetzgebung 1883-89 verlieh ihm König Ludwig II den Titel "Reichsrat der bayrischen Krone". 

Aus Armands Ehe mit Juliane Schellhorn-Wallbillich, einer sehr wohlhabenden Winzerstochter aus Forst, ging sein Sohn Franz Eberhard Buhl (1867-1921) hervor. Dieser vereinigte 1909 das Erbe seiner Eltern mit den angeheirateten Flächen zu einem der größten deutschen Weingüter in Privatbesitz: Gesamtfläche rund 200 Hektar, etwa die Hälfte davon Weinanbaufläche. Außerdem integrierte Franz Eberhard Buhl seinen 1912 erhaltenen Titel, Reichsrat der bayrischen Kammer, in den Namen des Weingutes. Er machte sich weiterhin einen Namen als Gründer und Präsident des deutschen Weinbauverbandes, der sich der Forschung und der Erhaltung der Qualität deutscher Weine verschrieben hatte. Nach seinem frühen Ableben im Jahre 1921, übernahm seine Witwe Frieda Piper von Buhl die Leitung des Betriebes. Obwohl Sie sich nie zuvor mit Weinbau befasst hatte, gelang es ihr mit Hilfe eines hervorragenden Kellermeisters die hohe Qualität nicht nur zu halten, sondern sogar noch zu verbessern. Außerdem war Frieda Piper von Buhl maßgeblich daran beteiligt, dass in der Pfalz eine Rente für die Witwen und Waisen von Winzerfamilien verabschiedet wurde.
Nach dem Tode der kinderlosen Frieda Piper von Buhl im Jahre 1952, vermachte Sie das Weingut auf Wunsch ihres verstorbenen Gatten, dessen politischen Freund Reichsrat Georg Enoch von und zu Guttenberg. Nach dessen Tod übernahm es sein Sohn Karl Theodor von und zu Guttenberg, Mitglied des Bundestages und Staatssekretär. Im Jahre 1952 ging das Gut an dessen Sohn, den bekannten Dirigenten Enoch von und zu Guttenberg über. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Betriebes wurde das Weingut immer weiter verkleinert, bis der Gesamtbesitz aus nur noch  52 Hektar Weinanbaufläche bestand, darunter allerdings die besten Parzellen in den renommiertesten Weinlagen der Mittelhaardt, wie zum Beispiel in den Forster Lagen Kirchenstück, Pechstein, Jesuitengarten und Freundstück sowie in den Deidesheimer Lagen Leinhöhle, Herrgottsacker, Kieselberg und Paradiesgarten.
Von 1989 bis 2013 war das Weingut an eine Betreiber GmbH verpachtet, wurde jedoch noch während der Pacht im Jahr 2005 vom Neustadter Unternehmer Achim Niederberger gekauft. Das Weingut wurde aber bis 2013 von den Pächtern weitergeführt. Der Jahrgang 2013 ist der Premierenjahrgang des neuen Teams um Geschäftsführer Richard Grosche, Technischen Direktor Mathieu Kauffmann und Außenbetriebsleiter Werner Sebastian.

Das Weingut Reichsrat von Buhl arbeitet auf der gesamten Betriebsfläche ökologisch und nachhaltig, die Weinberge sind ökologisch zertifiziert.